Die Integrationsgruppe - Sternengruppe

Im August 1999 konnte in der Sternengruppe (damals hieß sie noch Zwergengruppe) mit der integrativen Arbeit begonnen werden. Seitdem betreuen zwei Waldorferzieherinnen und eine heilpädagogische Fachkraft bis zu höchstens 17 Kinder, davon maximal 4 mit besonderem Förderbedarf.

Wir arbeiten in festen Gruppen und haben einen klaren Tages-, Wochen- und Jahresablauf. Feste Zeiten, Rituale und Gewohnheiten im Tageslauf geben Sicherheit und Orientierung sowie natürliche Grenzen. Ein Wochenrhythmus z.b. ergibt sich durch bestimmte Aktivitäten, die das Freispiel ergänzen (montags Aquarellmalerei, mittwochs Eurythmie, freitags Brötchen backen) und ein feststehendes Frühstücksangebot. Wir frühstücken alle gemeinsam in den Gruppen.Regelmäßig backen, kochen, werken und handarbeiten wir; u.a. bearbeiten und verarbeiten wir Wolle, pflegen künstlerisches Gestalten mit Aquarellfarben und Wachsmalstiften, Knetbienenwachs und anderen Materialien. Unser Spielzeug besteht aus Naturmaterialien und ist möglichst wenig ausgestaltet. Echtheit und Vielfalt für die Sinne, Schlichtheit pur die Kreativität ist das Motto.

Das erste Freispiel findet in den Gruppenräumen statt. Wir legen großen Wert darauf, dass die Kinder in ein wirklich sinnvolles Spiel kommen können, dass sie ihre Spielfähigkeit voll ausleben und entwickeln können. Nicht allen Kindern ist das heutzutage noch selbstverständlich möglich. Das zweite Freispiel findet immer draußen statt. Entweder gehen wir in unseren schönen Garten mit vielfältigen Spielmöglichkeiten oder wir gehen in den nahe gelegen Wald mit seinen unerschöpflichen Erlebnismöglichkeiten.Durch unser pädagogisches Konzept erleben die Kinder Welt- und Kulturzusammenhänge, entwickeln und schulen wie nebenbei Grob- und Feinmotorik, Geschicklichkeit und Konzentration, Ausdauer, Spielfähigkeit und Phantasie, Bewegungs- und Sozialkompetenz, Sprechfähigkeit und Sprachverständnis, die Sinne und die Wahrnehmungsfähigkeit. Die Kinder mit besonderem Förderbedarf nehmen selbstverständlich an allen Aktivitäten teil. Den erhöhten Bedarf an Zuwendung, Unterstützung und Pflege erhalten sie gemäß ihrem individuellen Entwicklungsstand und Lerntempo insbesondere durch die heilpädagogische Fachkraft.

Darüber hinaus erstellt der Heilpädagoge Förderpläne, die auf das einzelne Kind zugeschnitten sind. Er arbeitet im Einzel-, Kleingruppen- sowie im Gruppenbezug. Für zusätzliche Therapien, z.B. Krankengymnastik, Sprachtherapie, Heileurythmie oder Ergotherapie kommen die Therapeuten ambulant ins Haus. Die behördliche Anerkennung beinhaltet, dass die Kosten für die notwendigen heilpädagogischen Maßnahmen durch einen Kostenträger übernommen werden. Den Eltern entsteht dadurch keine finanzielle Belastung.